субота, 30. децембар 2006.

Miroslav B. Dušanić: Ein Brief an Anton Potche


Ein Brief an Anton Potche

Ich würde sagen:

Das Exil befördert den Tod
und nicht nur —

Wer fortgeht — schiebt sich
in einen vagen Himmel

Tief in ihm brütet
seine Lyrik —

Und dann plötzlich
ein goldenes Schweigen

Miroslav B. Dušanić

четвртак, 28. децембар 2006.

Antwort auf meine „Exiltexte“


Antwort auf meine „Exiltexte“

...sehr gelungene und liebevoll geschriebene Auseinandersetzung mit dem Thema „@miro - also ich, Exil und Heimat“ bzw. „Exil, Einsamkeit und Heimatsuche“ (in der Literatur), aus der Feder der Wiener-Autorin Elsa Rieger:


Für meinen Freund M. aus H.:


exil

fremd bleibt land und die
stadt deiner wahl
– ungewollt –
birgt nichts an erinnerung

wurzellos tragen die füsse
dich durch gassen – echo
klingt hohl aus grauen
mauern und auch rennen hilft nicht

stunden am bahnhof vom heim-
reisen träumen – eine whiskyflasche im
mantelsack neben der faust

raufst dein haar tief in die nassen
augen – jemand wirft eine münze
während du versinkst im
boden bleibt fremd

Elsa Rieger


heimat

komm – lass mich freund sein
ein stück wurzel in deiner fremdheit
die nur langsam näher wird

hart rollt deine zunge mutterlose
sprache – fühlst betrug in jeglichem wort
wenn es wohlgeformt die lippen

überquert – verlierst ursprung
angst zu vergessen – wer du bist

ich nehme deine hand
weg vom bahnhof – komm

Elsa Rieger

Hörversion als mp3(1.47 MB) downloaden

среда, 27. децембар 2006.

Miroslav B. Dušanić: Ich habe im deutschen Gedicht

Мирослав Б. Душанић
Ich habe im deutschen Gedicht

Ich habe dir ein Regenpalast erbaut
Ich habe ihn sieben Jahre getragen
in kalten Wintertagen
Ich habe meine Tante geschlachtet
Ich habe sie Gerte getauft
Ich habe gerochen
Ich habe immer vor dem Rauschen
und kein anderes Alibi
Ich habe Leute über Hölderlin
Ich habe mein Land abgesteckt
Ich habe was Liebes
Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
Ich habe es gewagt mit Sinnen

Miroslav B. Dušanić
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Anmerkung:
...nur Gedichtüberschriften aus dem alphabetischen Verzeichnis einer großen Anthologie deutscher Gedichte...

петак, 22. децембар 2006.

Miroslav B. Dušanić: Der erste Brief an Frau Soare

© by Eldor Gemst
Der erste Brief an Frau Soare

/ so viele blühende ufer
am fenster
/

in wie vielen häusern
treibst du — teuere
so zart
und unbemerkt

von deinem zauber
tausende klöster schlafen

in dem alten wald
verbirgst du
von den jahrhunderten paläste

du — herrscher
aller welten-schatten

du schwimmst in den strahl
luftig — wach

du inspirierst träumende
und genies

eroberst einsamkeit des meeres
unter der nacht

Miroslav B. Dušanić

среда, 20. децембар 2006.

Miroslav B. Dušanić: Herbst


Herbst

bedrohlich weht kühler wind
birkenblätter zittern
der tag jäh beleuchtet
verlöscht in trüber morgen-
dämmerung

Miroslav B. Dušanić

"Jahrbuch für das neue Gedicht" / Miroslav B. Dušanić: Und unendlich Ich


Verlag der Brentano-Gesellschaft Frankfurt/M. 2007
Und unendlich Ich

ob ich verreise aus dieser stadt
mit dem wirbel mitnehme
die glutäugigen blicke all dieser frauen

vielleicht unter blitzen und donner
frische venusmuscheln bestelle
je mehr desto salziger mein mund

stürmisch zum bahnhof walze
zwischen den häusern vereinsamt

ob ich verbleibe in diesem ort
wie ein ausrangierter sessel
die sperrmüllmänner erwartend

vielleicht noch einen brief schreibe
sitze in der ecke
mit einem hier-bin-ich-noch-blick

haltlos eine frau umarme
und tanze tief in die nacht

Miroslav B. Dušanić

понедељак, 18. децембар 2006.

Miroslav B. Dušanić: Die Geigen schreien


Die Geigen schreien
bis unsere Augen ineinander
sinken — Die Zeit

allüberall auf Erden / die
zu uns gehört /
im dämmergrünen Gang
der Pappeln
öffnet ihre Kelche

Bald in die ferne Weite
erklingt der letzte Schrei

Miroslav B. Dušanić

Miroslav B. Dušanić: Abschied

William-Adolphe Bouguereau
Abschied 
                  für Dagmar-Eva Mempel

Eichenblätterbronze
in den Wind gesät
zu Asche
Tag der Tat — nur
berührtes Wesen
zurückfliegt — mein
Bildnis durch Gewitter
trägt — schmerz-
erstarrter Körper
von Hand gebrannt
— bricht Wege ins
Unendliche aus — 
zum letzten Kuss
weckt mich — die
befleckte Mondin
klagende Stimme auf

Miroslav B. Dušanić

недеља, 17. децембар 2006.

Günther Moro

Günther Moro
Günther Moroder mit der Technik kämpft und meistens beherrscht…

Am 18. Dezember 2005 fing es an: ProLyKu-Forum ging online…Herr Günther Moro ermöglichte Mitgliedern der ProLyKu-Autorengruppe miteinander zu kommunizieren, sich besser und erfolgreicher zu präsentieren…schoss Fotos, machte Video- und Audioaufnahmen, begleitete technisch unsere Veranstaltungen (Licht- und Tontechnik) etc.
...und ein Jahr verging für die Autoren sehr erfolgreich, sodass es ohne ihn fast unvorstellbar wäre…
Geboren 1958 in Wien, hat sich der ProLyKu-Autorengruppe angeschlossen, weil er gerne mitliest...

aber auch mitschreibt:



Hilfe

Weine nicht mein Kind
mit vollen Händen
komme ich geschwind

Günther Moro

Günther Moro
der passionierte Zigarrenraucher...


P.S.
für Günther: ein gewölbtes Emailleschild mit den bekannten
3 Mohren - Motiv von Gipkens, 25 x 40 cm, limitierte Auflage
aus den 70er Jahren

четвртак, 14. децембар 2006.

Miroslav B. Dušanić: Exilskizze


exilskizze

man sagte zu mir exil
es war als würde mein eigenes gedicht
dem feuer ausgesetzt
als ob es einen spiegel gäbe
und hinter ihm keine welt

da sitze ich nun im exil
der fremden sonne ausgesetzt
webe gedichte als
ob es außer verfolgung
nichts anderes gäbe in dieser welt

Miroslav B. Dušanić


Und ich bin jetzt selber kaum noch in der Lage, zwischen diesen beiden Illusionen zu unterscheiden: zwischen der Wirklichkeit des Lebens und derjenigen der Literatur; sie durchdringen sich so sehr, dass es nahezu unmöglich ist, eine klare Trennlinie zwischen ihnen zu ziehen.
 

Danilo Kiš

среда, 13. децембар 2006.

уторак, 12. децембар 2006.

Miroslav B. Dušanić: Durch Zinnober deines Lippenstifts

Rauch & Schall © by Viktoria Weihmann - Vicky
durch zinnober deines lippenstifts
beißt sich die sonne
ins fleisch

dein mund saugt
das himmlische blau aus
meinem schweiß

in die ritzen flüchten schatten
— legen sich auf
das schwere marmorgrau

Miroslav B. Dušanić

уторак, 05. децембар 2006.

Viktoria Weihmann - Vicky: Auswahl I

© Copyright 2006 by Viktoria Weihmann: Der stumme Schlüsselschrei

© Copyright 2006 by Viktoria Weihmann: Der abgestoßene Geist
© Copyright 2006 by Viktoria Weihmann: Blutrottriefendes Seidentuch
© Copyright 2006 by Viktoria Weihmann: Anmut & Elixier

среда, 29. новембар 2006.

Miroslav B. Dušanić: Denn ich



Denn ich 

habe kein zuhause
das wäre
wo das herz ist
und das liegt
am belgrader bahnhof zertreten

habe heute nichts mehr
als meine erinnerungen
nackt bin ich
und süchtig nach wärme

Miroslav B. Dušanić

Literaturfreund: Tasso J. Martens

Tasso J. Martens: "Mission Liebe"
Gipfelbuch Verlag
ISBN 3-937591-14-1
Preis: 8,90 €

– wenn –im westen sich die muschel schließt
dann fliegt die lerche wieder hoch –

in den straßen verkündet der barfüßige
dass männer wieder weinen dürfen



Aus dem Vorwort von Gerti Kornberger:

Träume heben sich aus dem Grund seiner zurückhaltenden Natur, und fast unmerklich führt uns der Dichter in die Philosophie seiner Gedankenwelt. Er hat die Gabe, Menschenherzen in Schwingungen zu bringen. Man erfreut sich des Gefühls, selbst geflügelt zu sein, während man den Spuren des Pegasus von Tasso J. Martens folgt. ...
Gabriel Garcia Marque’s Worte „Wir müssen lernen hart zu werden, ohne die Zärtlichkeit zu verlieren“, haben bei Tasso J. Martens ihre Erfüllung gefunden.

Dirk Becker – Manfred Kolb – Tasso J. Martens: "Wortbruch"
Gedichte
mit 12 Schnitt-Collagen von Dirk Becker

elbaol verlag

Rückseitentext

Was haben Wortbruch, Leguan und die drei Autoren dieses Bandes gemeinsam?

Wenn man ein Gedicht in seine Bestandteile zerlegt, um seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen, wird man einen ungeordneten sprachlosen Worthaufen vorfinden, den sogenannten Wortbruch.

In der Tierwelt gibt eine Art, die sich an besonder Bedingungen anpassen kann, je nach Erfordernis die Farbe wechselt und sowohl auf dem Lande als auch im Wasser zu Hause ist – der Leguan.

Wie ein Steinbruch dient der Wortbruch dazu, mit dem Ursprünglichen (Wort) zu arbeiten, an ihm zu feilen, schleifen, glätten – dem Rohmaterial eine neue Form zu geben. Ein Leguan kann durch Farbwechsel mit seiner Umgebung eins werden, völlig in ihr aufgehen. Analog versuchen die drei Autoren, ihre Texte durch metrische, rhythmische und klangliche Übergänge und Wort-Ineinanderläufe eins werden zu lassen mit dem Ansinnen eines jeglichen Poeten, die höchste Stufe für ein Gedicht zu erreichen. Diese hat Gottfried Benn einmal folgendermaßen umschrieben: schwebend, in sich ruhend, aus sich leuchtend, voll langer Faszination.

Nehmen Sie dieses Bändchen der Autorengruppe Leguan in die Hand und lassen Sie sich von seinem Zauber in neue schöpferische Wortwelten entführen.

уторак, 28. новембар 2006.

So der Anfang - meine Tochter: Sara Dušanić

Ausgewählte Werke VII
Bibliothek deutschsprachiger Gedichte
Realis-Verlag, Gräfelding
ISBN: 3-930048-46-9

Trauerspiel

Das Schiff trägt unser Schicksal
Träume treiben auf dem Schaum des Meeres
Über dem Horizont sind Tränen der Sonne
Sehnsucht schweift über unendliches Blau
Ein Traum in weiter Ferne
Lasst ihn mit uns sinken
In unseren Schlaf
Rettet uns vor Verblendung
Durch Realität
Mit einem Lächeln wollen wir
das Auge brechen

© 2004 by Sara Dušanić

Anthologie "Ich schreibe"
Literaturwettbewerb 2005
Birkchen-Verlag der Niederlausitzer Kunstschule "Birkchen" e. V.
ISBN: 3-938618-00-0

Mama

gehäkelt das Fichu
aus deliziösen Wimpern
saugen rührselige feuchte Perlen
läppischer Ängste
wohlriechender Aprikosenduft weicher Haare
beschützt sanft den kleinen Erdenbürger
süße Träume gesandt von jener Engelsstimme
begleiten den Abenteuer Schlaf
wohl behütet schnarchend an Mutters Brust vereint

© 2005 by Sara Dušanić

недеља, 26. новембар 2006.

Tasso J. Martens: Das Wort zum Sonntag



das wort zum sonntag

auf die erleuchtung im alter würde ich nicht hoffen -
vielleicht wäre dann auch die ernüchterung zu groß.
allemal besser ist es zu träumen ...

Tasso J. Martens

Miroslav B. Dušanić - Femme arabe

"Jahrbuch für das neue Gedicht"
Verlag der Brentano-Gesellschaft Frankfurt/M. 2006 


Femme arabe

ob sie aus dem trüben Fenster
stundenlang starrt noch

das undurchdringliche Braun
müde und ausdruckslos bald

von engen Gassen erpresst
aus ihrem Gesicht das Lachen wenn

die Wärme den Geruch trägt
von Gewürzen und Hammelfett immer

die Luft in der Hitze flirrt
verloren in verschleiertem Blick aus

den Feigenblättern geflochten
das Schamgewand ewig

die umschließende Hülle verheimlicht
Sandkörnchen des Körpers flüchtig

eine Illusion die ein Bild schafft
verlockend und verlogen unbegreiflich

ein Zeichen der Gegenliebe
am Ende mit leeren Händen besiegt

Miroslav B. Dušanić

Algérie - Kadoudja vers 1900

четвртак, 23. новембар 2006.

Geschenke - die man nie vergessen wird

Zu meinem 45. Geburtstag wurde ich „belohnt mit einem wunderschönen Werk“ – für einen Exillyriker ein unbeschreibbares Gefühl...


Flucht - © by Vicky

vom ewigen eis
und seiner glut
tanzt meine stimme
bis sie sich in einem labyrinth verirrt

ein dunkler
wind
verjagt
sie
ins
E
X

I
L

Miroslav B. Dušanić


Viktoria Weihmann, geb. 1985 in Köthen/Sachsen-Anhalt;
eine kreative und kunstbegeisterte Studentin an der Uni Hildesheim

Miroslav B. Dušanić: Badende am Ufer des Flusses Yerres


Zürich - Schweiz
Text des Monats September 2006
 
Artist: Caillebotte, Gustave
Title: Badende am Ufer des Flusses Yerres.
Location: Christie´s London
Badende am Ufer des Flusses Yerres

noch in unseren herzen
alles was lebt
und heftig erblüht

die badenden besteigen
wellen — so riskant

— ganz körperlos
und nackt
reiten voran
wie wohl verliebte tun

und doch: nichts ist wie sonst 

Miroslav B. Dušanić
© http://www.literaturhaus.ch
 
Gustave Caillebotte (1848 - 1894) war ein französischer Maler und Kunstsammler. Bereits mit 25 Jahren beerbte er seinen wohlhabenden Vater. Die finanzielle Unabhängigkeit ließ ihn nach seinem Studium an der École des Beaux-Arts in Paris zu einem wichtigen Unterstützer der Impressionisten werden. Dort am Atelier Bonnat traf er auch Edgar Degas, Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir und deren Stil beeinflusste in Teilbereichen auch den seinen. So sind seine Landschaftsgemälde stark an Frédéric Bazille angelehnt, während die Portraits mehr an die von Degas erinnern. Gustave Caillebotte half mit die ersten Ausstellungen der Impressionisten zu finanzieren und organisieren. Gleichzeitig malte er selbst an die 500 Bilder und sammelte die Werke der zeitgenössischen Kunst. Der Künstler dessen Arbeiten lange Zeit vernachlässigt wurden vermachte nach seinem Tode seine Sammlung dem Staat, der allerdings nur einen kleinen Teil davon akzeptierte. Diese ist heute als Collection Caillebotte im Pariser Musée National d'Art Moderne zu sehen.

Meine Literaturfreundin: Elsa Rieger aus Wien



Die Wiener Autorin Elsa Rieger arbeitet im Hauptberuf als niedergelassene Atemsynthese-trainerin.
Nach Schauspiel-ausbildung und Buchhandelslehre war sie in der Inspizienz und Abendregie des Theater der Courage beschäftigt und veranstaltet Performances mit Pantomime, Live-Musik und Text.Ihr "LichtSchatten" -Brevier umfasst ausgewählte Prosa und Lyrik.

"Mich fasziniert das Menschsein, Menschbleiben in unserer Welt der Polaritäten. Ist es nur möglich, ein kriegerisches 'Entweder - Oder' ins Leben hinauszubrüllen und darauf zu beharren, Recht zu haben?
Oder haben wir die Chance, uns auf ein behutsames 'Sowohl als auch' einzulassen und in die Welt zu tragen, damit sich die Akzeptanz unter uns ausbreiten kann?
Die Akzeptanz, dass schwarz nicht immer einfach schwarz und weiß nicht unbedingt für jeden gleich weiß ist. Lachen und weinen - zwei gegensätzliche Gefühle - und doch so nah beisammen im menschlichen Gesicht. Sowohl als auch. Das verbinde ich in meinen Texten."


LichtSchatten
Prosa Lyrik - Brevierausgabe, ProLyrik, Band 1 - FV-Verlag - Lübeck
ISBN: 3-9810061-0-0

среда, 22. новембар 2006.

Lesung in Erding





Benefizveranstaltung in Frauenkircherl



Elsa Rieger - Wien

Kurt Rinteln - Wien

Miroslav Dušanić - Hildesheim

Tasso J. Martens

Thomas Schulz - Wieslet

Thom Deließen - Erding

Vanessa Hipfinger -Wien

Wolfgang Hofer

und Meister der Technik: Günther Moro -Wien 

Jokers Lyrik-Preis 2006: Miroslav B. Dušanić - Totentanz

ISBN: 3-8334-5138-6

Jokers Lyrik-Preis 2006
Die besten Gedichte
Weltbild GmbH - Augsburg/Jokers restseller
in Zusammenarbeit mit BoD, Berliner Literaturkritik
und literaturcafe.de
 


Totentanz

warm ist die Luft
im Zimmer — der Tisch und Licht
weiß oder rot
wer hätte das geträumt

später im Spiegel
ein Spiel von Ruhe und Bewegung
Charles Bukowski läuft in meine Richtung
mit der leeren Bierflasche

derweil er von Angriff als Verteidigung redet
halte ich den Blick — sehr streng
habe ihn noch in den Gliedern

Miroslav B. Dušanić
© 2006 Weltbild Verlag / Jokers restseller


Das Gedicht wurde mit der Bronze-Medaille des BLK -Sonderpreises ausgezeichnet (Die Berliner Literaturkritik)

Erstmals haben dieses Jahr über 5.000 Lyrikerinnen und Lyriker ein Gedicht eingesandt, um beim Jokers-Lyrik-Preis teilzunehmen. Mit dieser Rekordteilnahme ist der Jokers-Lyrik-Preis einer der größten deutschsprachigen Lyrik-Wettbewerbe. Der erste Jokers-Lyrik-Preis wurde 2003 vergeben. Damals beteiligten sich knapp über 1.000 Poeten. Für Dichterinnen und Dichter ist der Jokers-Wettbewerb im Lauf der Jahre eine populäre Bühne für Poesie geworden.
Beim Jokers-Lyrik-Preis 2006 gingen nicht nur Zuschriften aus den deutschsprachigen Ländern, sondern auch aus Norwegen, Großbritannien, Holland, Polen und Tschechien ein.
Die fünfköpfige Jury, die aus aus Literatur-Experten und -Journalisten bestand (Torsten Gellner, Literatur-Kriktiker / Ute Nöth, Books on Demand / Thorsten Pannen, Internetbuchhändler / Dr. Caroline Rusch, Philologin / Dr. Christiane Schlüter, Theologin und Autorin / Arno Loeb, Herausgeber und Autor), filtertet nicht nur die Gewinner heraus, sondern auch mehr als 150 weitere Teilnehmer, deren Beiträge in dem Lyrikband „Wie eine Feder will ich sein“ veröffentlicht werden.

Totentanz mit Charles Bukowski
Ausgezeichnet: Miroslav Dusanic wird Dritter beim Lyrik-Wettbewerb
@ Die Berliner Literaturkritik, 29.06.06


AUGSBURG (BLK) – Die Bronze-Medaille des BLK-Sonderpreises schnappte sich Miroslav Dusanic mit seinem Beitrag „Totentanz“. Dabei trifft er Charles Bukowski mit einer leeren (!) Bierflasche. (lut/bor)
Literaturangaben: WELTBILD /JOKERS (Hg.): Wie eine Feder will ich sein...
Die besten Beiträge zum Jokers Lyrik-Preis 2006.
Verlagsgruppe Weltbild, Augsburg 2006.